Selbstständige Fortführung des Möbellagers

Liquidation, oder was?

Franz Sedlak sollte schließlich den Totengräber spielen. Nur, da hatte sich die Caritas den falschen Partner ausgesucht. 

Daher war die Entscheidung, die Franz Sedlak getroffen hatte, riskant, aber bestimmt: „Ich mach‘ irgendwie weiter“. Und das hat er auch – im besten Sinne des Wortes – irgendwie gemacht.

Es war die reine Unvernunft, so zu handeln, aber die Überzeugung, etwas Grundvernünftiges weiter zu entwickeln, hat diese Entscheidung gerechtfertigt.

Weitermachen ohne Fallschirm

Weitermachen, aber wie? Ohne verlässliche Mitarbeiter*innen kann der Betrieb nicht weiterbestehen.

So begann das Jahr 1986. Ohne finanzielle Zuwendung, weder von Stadt noch Bund, ausschließlich auf die mühsam akquirierten Aufträge angewiesen! Und das ohne eigene Fahrzeuge, denn die alten Lastautos mussten nach der Trennung an die Caritas zurückerstattet werden. Und kalte Büros!

Wie von Sedlak angekündigt: „Irgendwie werden wir das schaffen.“ Und ehrlicherweise, es musste weitergehen. Eine Betriebsschließung wäre eine finanzielle Katastrophe gewesen!

Hilfreich waren die guten Medienberichte.  Die ARGE Wien war schon bekannt, aber die Arbeitsauslastung mit Aufträgen schwankte beträchtlich, wie ein Schiff im Sturm. Auch die Mitarbeiter*innen setzten sich voll ein. Die Motivation der Beschäftigten war das größte Kapital der ARGE Wien!